Lange dominierten Oversize-Blazer unsere Garderoben und verliehen selbst klassischen Looks eine bewusst lässige Note. Jetzt zeichnet sich ein Silhouetten-Wechsel ab: Der Blazer wird wieder taillierter, strukturierter und damit deutlich körperbetonter. Der sogenannte Hourglass Blazer rückt die Taille ins Zentrum und interpretiert klassische Power-Dressing-Elemente zeitgemäß.
Warum der Hourglass Blazer jetzt im Trend liegt
Die Sanduhr-Silhouette ist eine elegante Antwort auf die weit geschnittenen Blazer der vergangenen Saisons. Charakteristisch sind eine definierte Schulterpartie, eine deutlich schmaler geschnittene Taille und häufig ein leicht geschwungenes Saumdetail. So entsteht eine Silhouette, die Struktur gibt, ohne dabei zwangsläufig eng am Körper zu liegen.
Damit knüpft der Trend an eine lange Geschichte des Tailorings an: Der Blazer wird nicht mehr nur als lässige Schicht über dem Outfit getragen, sondern übernimmt selbst die Aufgabe, die Proportionen des Looks zu definieren.
Dolce & Gabbana setzt auf die Sanduhr-Silhouette


Besonders konsequent zeigt sich die Form bei Dolce & Gabbana. Für Herbst/Winter 2026 griff das italienische Modehaus seine charakteristische Hourglass-Jacke erneut auf und überarbeitete sie mit einer Konstruktion, bei der Vorder- und Rückseite gespiegelt wirken. Die stark definierte Taille trifft auf markante Schultern und eine körpernahe Linienführung.
So wird der Hourglass Blazer im Alltag kombiniert
Damit die besondere Schnittführung im Mittelpunkt bleibt, braucht der Look nicht viel. Besonders harmonisch wirkt der Blazer mit schlichten Basics, die die klare Linienführung nicht unterbrechen. Ein feines Top, eine gerade geschnittene Hose und Loafer ergeben beispielsweise einen modernen Look zwischen Business und Everyday Dressing.

Auch Jeans funktionieren hervorragend. Eine gerade oder leicht ausgestellte Silhouette schafft einen spannenden Kontrast zur definierten Taille des Blazers und nimmt dem Tailoring die Strenge. Dazu passen Ballerinas, Loafer oder spitz zulaufende Schuhe.
Die richtigen Proportionen machen den Look
Auch Accessoires können die Silhouette unterstreichen: Eine kleine Schultertasche, dezenter Schmuck oder ein schmaler Gürtel greifen die definierte Linienführung auf, ohne mit ihr zu konkurrieren. Bei einem Blazer, der selbst bereits eine ausgeprägte Form besitzt, gilt deshalb: lieber gezielte Akzente als ein überladenes Styling.
Der Hourglass Blazer bringt damit genau das zurück, was dem Oversize-Look zuletzt bewusst verloren ging: eine klar definierte Taille und die Kunst des präzisen Tailorings.
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